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Schwefelporling 19.12.2014 22:19

Grundeln im Rhein
 
Zu jedem survival- Set gehört auch eine kleine Angelausrüstung...
Mittlerweile sieht es so aus; daß Sportfischer im Rhein und auch in vielen anderen deutschen Flüssen wie Donau und Oder, fast nur noch Grundeln an den Haken bekommen. Vor allem die sogenannten Schwarzmundgrundeln. Das sind kleine, bodenbewohnende Fische von der Küste des schwarzen Meeres, die sich bei uns extrem vermehrt haben. Sie beißen fast auf alles, das heißt, mit gefundenen Naturködern (Würmern oder Insekten, unter Steinen oder Treibholz gefundene Tierchen) kann man praktisch sofort zu einem Biß kommen. Das entschädigt einen dann für die geringe Größe der Tiere. Außerdem kommen so auch total ungeübte Angler zu ihrem Erfolg.

Das wichtige ist, den Köder tief genug ins Wasser zu bringen. Der Kopf einer Grundel ist im Vergleich zum vielleicht 10, 12 cm langen Körper recht dick und kann so mit einem größeren Haken gefangen werden als andere kleine Fische; eher besteht schon das Risiko des kompletten Verschluckens kleiner Haken. Das Lösen eines verschluckten Hakens selbst aus einem bereits getöteten Fisch erfordert recht viel Zeit; am effektivsten wäre also, mit 12er, 10er oder noch größeren Haken zu fischen. So kann man die Fische schnell abhaken, einen neuen Köder befestigen (wiederverwendbare Kunstköder können auch Erfolg bringen) und direkt weiterangeln.

So alarmierend für den Naturhaushalt die Verbreitung dieser gefräßigen Fische auch sein mag, für den Angeleinsteiger oder Survivalisten ist sie natürlich ein Glücksfall. Für diese Fischart gilt kein Mindestmaß und keine Schonzeit; mit anderen Worten sie kann uneingeschränkt gefangen werden. Und essen kann man sie natürlich auch.
https://www.youtube.com/watch?v=lIcC4bk3nt8

Mücke 21.12.2014 23:58

danke für die info.. werd mal wen fragen, wie das bei uns so ist.

Schwefelporling 04.01.2015 15:16

Ich will ihre Beisswuetigkeit auf jeden Fall mal testen. Vielleicht kommt hier bald ein Bericht hinzu.

Schwefelporling 17.02.2015 19:16

Tja was soll ich sagen... Ich hab's am Rhein versucht, aber da tat sich rein gar nichts. Köder war Mistwurm auf Grund, mit Laufblei oder Klemmblei, 10er bzw. 12er Haken. Ich habe über fast vier Stunden verschiedene Wassertiefen zwischen 50 und 200 cm ausprobiert und verschiedene Strömungszonen. Vor allem aber habe ich im sandigen, recht ruhigen Bereich zwischen den Buhnen geangelt, bei ca. einem Meter Tiefe. Kein Wurm wurde auch nur angebissen. Wenn jetzt wenigstens irgendwelche Wollhandkrabben den Köder abfressen würden- aber da war außer Muscheln kein Zeichen von Leben.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es an der Tages- oder Jahreszeit liegt. Und der Wasserstand war ganz normal. Wahrscheinlich liegt es eher am befischten Bereich; die Grundeln sind wohl doch nicht flächendeckend vor jedem Ufer vertreten. Jetzt deckt sich mein bisheriger Eindruck mit der neuen Erfahrung; abseits vom großen Fluß wird man leichter satt als direkt dort am Strand. Aber ich will es bei Gelegenheit anderswo (Duisburg?) nochmal versuchen.

Schwefelporling 31.03.2015 14:53

Ich habe festgestellt, die gleiche Grundelart gibt es als Trockenfischsnack- Import übrigens auch bei real im Russlandregal. :):)
Warum importiert man diesen Fisch noch, der doch hierzulande schon zur Plage geworden ist?


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