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Alt 19.12.2014, 22:19
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Schwefelporling Schwefelporling ist offline
Späher
 
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Schwefelporling Stammes Mitglied
Standard Grundeln im Rhein

Zu jedem survival- Set gehört auch eine kleine Angelausrüstung...
Mittlerweile sieht es so aus; daß Sportfischer im Rhein und auch in vielen anderen deutschen Flüssen wie Donau und Oder, fast nur noch Grundeln an den Haken bekommen. Vor allem die sogenannten Schwarzmundgrundeln. Das sind kleine, bodenbewohnende Fische von der Küste des schwarzen Meeres, die sich bei uns extrem vermehrt haben. Sie beißen fast auf alles, das heißt, mit gefundenen Naturködern (Würmern oder Insekten, unter Steinen oder Treibholz gefundene Tierchen) kann man praktisch sofort zu einem Biß kommen. Das entschädigt einen dann für die geringe Größe der Tiere. Außerdem kommen so auch total ungeübte Angler zu ihrem Erfolg.

Das wichtige ist, den Köder tief genug ins Wasser zu bringen. Der Kopf einer Grundel ist im Vergleich zum vielleicht 10, 12 cm langen Körper recht dick und kann so mit einem größeren Haken gefangen werden als andere kleine Fische; eher besteht schon das Risiko des kompletten Verschluckens kleiner Haken. Das Lösen eines verschluckten Hakens selbst aus einem bereits getöteten Fisch erfordert recht viel Zeit; am effektivsten wäre also, mit 12er, 10er oder noch größeren Haken zu fischen. So kann man die Fische schnell abhaken, einen neuen Köder befestigen (wiederverwendbare Kunstköder können auch Erfolg bringen) und direkt weiterangeln.

So alarmierend für den Naturhaushalt die Verbreitung dieser gefräßigen Fische auch sein mag, für den Angeleinsteiger oder Survivalisten ist sie natürlich ein Glücksfall. Für diese Fischart gilt kein Mindestmaß und keine Schonzeit; mit anderen Worten sie kann uneingeschränkt gefangen werden. Und essen kann man sie natürlich auch.
https://www.youtube.com/watch?v=lIcC4bk3nt8
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