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Geistiges Wissen, Bewusstsein und Spiritualität Gedankenaustausch über ein wichtiges Thema...

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  #1  
Alt 06.05.2013, 20:54
Benutzerbild von Schwefelporling
Schwefelporling Schwefelporling ist offline
Späher
 
Registriert seit: 27.01.2012
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Schwefelporling Stammes Mitglied
Standard Durchhalten trainieren

Eine wichtige Fähigkeit beim Überlebenstraining ist das Weitermachen, das Umsetzen des Plans. Man kann nicht immer den bequemsten Weg gehen bzw. überhaupt einen bequemen Weg finden. Irgendwann kommt ein Punkt, an dem der innere Schweinehund jammert und mit einem durch die Strapazen geschwundenen Urteilsvermögen die Strategie infrage stellt, die man zuvor durch gründliche Überlegung bestimmt hat. An diesem Punkt muss man in der Lage sein können, sich einen Ruck zu geben, um durchzuhalten.
Und das läßt sich gut im Alltag trainieren. Wer sich täglich von den Umständen treiben läßt, hat es in einer Notlage schwer.

Trainiert Ihr das aktiv? Oder kennt ihr Beispiele, wo ihr Euch gezwungen habt, bis zum Ende zu gehen? Trotz Regen, trotz müder Füsse, trotz Hunger?
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  #2  
Alt 06.05.2013, 21:53
mogusch mogusch ist offline
Survival
 
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mogusch Stammes Mitglied
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Fast täglich bei der arbeit. Ich arbeite leistungsorientiert, das heißt je mehr maschinen, geräte od werkzeuge ich am tag zusammen schraube, desto mehr verdiene ich. Früher viel mir das erheblich leichter als heute & wenn´s demnächst wieder mehr sonnenschein gibt & die temp in der halle auch steigt & dir schon morgens das wasser am a zusammen läuft, dann hilft da kein gejammer. Einfach nicht drüber nachdenken, einen großen schluck aus der teekanne nehmen & weiter machen. Irgentwie geht dieser tag ja auch mal rum. So wie in den letzen jahren auch.
Und wenn einer daher kommt & rumjammert, ja nicht zuhören & drauf ein gehen. Das zieht dich nur mit runter. Durchhalten muß die devize heißen. Nur nicht schlapp machen.
Das hat auch bei der feuerwehr geholfen. 20km orientierungsmarsch mit aufgabenstellungen bei schönstem wetter, mit knobelbechern & den alten wollgemisch-einsatzhosen. Irgendwann spürst du dann auch die blasen nicht mehr.
__________________
gruß
mogusch

ist nicht das ganze leben survival?
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  #3  
Alt 07.05.2013, 00:08
Lürbker Lürbker ist offline
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Lürbker Stammes Mitglied
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Hmm also mich zwingen musste ich mich einmal in Schweden wo sich meine Schuhe zerlegt haben. Die Füße haben geblutet und ich hatte große Flächen wo ich auf dem Fleisch gelaufen bin. Das waren zwar nur 30 km aber es hat immerhin einen Monat gedauert bis es komplett verheilt war. Nach einer Woche konnte ich wieder ganz normal laufen.
Beim Mountainbiken im Schwarzwald hatte ich einen Hungerast konnte dann aber nach einer kurzen Pause doch noch viele km weiter bergauf fahren. Seitdem habe ich immer einen Riegel extra dabei.
Ich habe schon oft ganze Wochenenden durchgearbeitet, also Bau und Renovierungsarbeiten. Nachts dabei vllt. 4 Stunden schlaf. Ich komme damit gut zurecht und schaffe auch konstante Leistung nur werde ich irgendwann müde. Da ich aber weitermache merke ich dann wie die Müdigkeit verfliegt und ich wieder voll da bin, allerdings etwas nervös bin.
Das was ich am wenigsten mag, mich aber immer wieder mit stresse ist Lernen. Wenn Prüfungen anstehen zwinge ich mich in den letzten Tagen vor der Prüfung immer und immer wieder weiterzumachen. Auch wenn die Lust absolut weg ist. Ich merke ganz deutlich das ich immer Leistungsfähiger werde und mein Hirn nur noch arbeitet. Nach der oder den Prüfungen merke ich dann immer erst was für ein krasser Stress das auch für den Körper ist.
Es ist immer gut seine Grenzen zu kennen. Ob psychisch oder physisch. Beide kann man trainieren und gehen meist Hand in Hand!
__________________
Hallo!
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  #4  
Alt 09.05.2013, 19:16
Benutzerbild von Mücke
Mücke Mücke ist offline
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Mücke Stammes Mitglied
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für mich gibt es verschiedene formen von durchhalten, und für mich sind alle wichtig. gemeinsam haben sie, dass es dabei wichtig ist, ein ziel vor augen zu haben und dieses nicht mehr aus den augen zu verlieren.
ob das jetzt ist 1) dass man im alltag auf etwas eine zeitlang oder länger verzichtet (um alte `last´er oder gewohnheiten zu durchbrechen oder weils grad nicht anders geht), 2) ein aus reinen trainingszwecken gesetztes ziel oder 3) ob es eine unvorhergesehene extremsituation ist.

1) ohne dass man im alltag zumindest phasenweise verzichten und dabei durchhalten kann, sei es auf genussmittel, rauchen, alkohol, anderen luxus wie warm duschen, fernsehn, was man sonst so gern macht oder glaubt zu brauchen , auto, oder vielleicht auch auf gesellschaft (alleinsein und rein auf sich gestellt sein können kann im survival genauso wie teamfähigkeit extrem wichtig werden..), ist nachhaltigkeit schwierig.
nur durch nachhaltigkeit aber erspart man sich schon mal einige survivalsituationen, eins der grundgesetze für mich, das aber in meinen augen für den gesamten planeten gilt.
ich wollt schon mal einen extra thread dazu aufmachen, weil survival einfach verzichten ist, und man das üben kann, vielleicht kommt er noch, aber passt hier ja gut dazu.
und ich würd sogar sagen, dass genau diese form von durchhalten, was die eigenen schwächen und verwöhntheit im alltag betrifft, für die meisten menschen am schwersten und wichtigsten ist .. immer wieder kommen ausreden, weil ja alles so auch läuft, und weil der mensch meist erst auch zum handeln oder nachdenken anfängt, wenn die lage schon brenzlig oder zu spät ist..
dabei ist das geniale am verzicht ja, dass es erst oft sehr schwer fällt, man dann aber viel freier und lebendiger wird und sehr oft etwas ganz anderes dafür (wieder)bekommt..

2) sich ziele setzen was nun überlebenstraining betrifft, in welchem ausmaß auch immer, ist genauso wichtig und hilfreich, und das kennt hier sicher jeder. allerdings gerade deswegen ein anderes beispiel, denn ich wurde auch schon eines anderen belehrt. sprich ich wollte zum beispiel unter bestimmten bedingungen draußen schlafen und die natur zeigte mir, ich soll das nicht. und ich `aha? nagut..´ kurz nachdem ich zuhause war, hörte ich es schon extrem runterprasseln, sturm und extrem starker regen. ein andres mal wollt ich nicht bleiben weil ich dachte ich werd erfrieren weils eisig war und man sagte mir `heut schlaf draußen..´, ich habs gemacht und mir war warm . ich hab mittlerweile gemerkt, dass die natur für mich sorgt und dass zuviel extrem gar nicht notwendig ist, wenn man auf sie hört.
nichtsdestotrotz geh oder ging ich immer wieder an meine grenzen, bewusst oder unbewusst, mein ganzes leben ist beziehungsweise war so. körperlich, emotional, mental.. aber ich habe langsam komischerweise mit zunehmender verbindung zur natur gar nicht mehr das gefühl dass das so notwendig ist. womit das durch-halten immer mehr zum los-lassen wird.

3) wie bugout sagt gewisse situationen muss man erst erlebt haben, damit man weiß zuwas man fähig ist. inwieweit da jeder reingehn will, ist die eigene sache. der vorteil und das schöne ist, dass man sich wenn man sich mit überlebenstrianing beschäftigt gewisse fähigkeiten langsam aneignen kann, und somit in einer extremsituation sicher anders reagiert als jemand der sich noch nie damit beschäftigt hat, oder seine grenzen überhaupt nicht kennt. ich kenn zwar trotzdem auch kurze panikmomente, weil ich sehr oft einfach ein talent oder einen drang hab mich genau in solche situationen zu bringen wo ein gewisses risiko besteht, hab aber genau deswegen eben gelernt damit umzugehn. und wie oben erwähnt, glaube ich, dass ich wenn ich meinem herz folge die natur immer genau die lektionen für mich bereit hat die ich zu lernen hab.
__________________
`it is easy to be brave from a distance´

THANK YOU
mother nature

i respect you with all my heart
i will fight for you
until i part

BITTE (un)lieber ORF, antworten Sie bevor sie andere Menschen fast killen auf die Frage `Ist da jemand?´ mal selbst mit `Ja - hier ist jemand!´ bei einer `licht ins dunkel´ intiative - und nicht nur wenn sie GELD dafür bekommen.... jemand der von mutter erde den auftrag hat, licht ins dunkel zu bringen. vielen dank. nur falls die KRONE mitliest.

Geändert von Mücke (09.05.2013 um 19:47 Uhr)
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  #5  
Alt 11.05.2013, 17:22
Benutzerbild von Schwefelporling
Schwefelporling Schwefelporling ist offline
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Schwefelporling Stammes Mitglied
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Zitat:
Es gehören bestimmte Umstände dazu damit man überhaupt an diesen Punkt kommt und wenn man nicht gerade 1 Woche in Sibirien verbringt wird man diesen Punkt auch nicht erreichen da man sich das nächste Taxi nehmen kann und verschwinden kann.
Ich meinte, dass man versuchen kann, bei überschaubaren Strapazen das Durchhalten unter schwereren Umständen zu trainieren. Z.B. wenn man Sonntags spätnachmittags bei seinem outdoor- Urlaub irgendwo in der Eifel steckt, seit einem Tag nichts gegessen hat, gerade seinen letzten Schluck Wasser trinkt und das Zelt sowieso einen Riss hat, dann kann zwar theoretisch zu einer Straße laufen und sich per Handy ein Taxi nach Köln bzw. zum nächsten Hotel rufen. Aber das heißt ja nicht, dass man es machen muss. Man kann auch mal Selbstdisziplin beweisen und sich dabei bewußt sein, dass einem diese Erfahrung später vielleicht mal mehr Härte und Zuversicht verleihen wird, wenn man das braucht. Die nötige Selbstdisziplin, um das Taxi nicht zu rufen, kann man wiederum schon im Stadtleben trainieren- wenn man nicht immer bei Hungergefühl in die nächste Pommesbude rennt, nicht immer das Auto nimmt statt zwei Kilometer zu laufen, nicht immer bei Regen zuhause bleibt, wenn man die Wahl hat.

Geändert von Schwefelporling (18.05.2013 um 17:02 Uhr)
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  #6  
Alt 25.06.2013, 11:47
EllaWandert EllaWandert ist offline
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EllaWandert Stammes Mitglied
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Früher, als ich noch Leistungssport gemacht habe, ging es häufiger ums Durchhalten. Die gesamte Strecke durchhalten. An die Belastungsgrenze gehen und trotzdem weitermachen. Ich denke schon, dass so etwas auch für das Leben trainiert.
Richtig durchhalten muss ich heute eher im Job. Bewusst trainiere ich es zurzeit nicht.
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